Ferienwoche 29. Sept. - 06. Oktober 2012 im Seehotel Moldan
Postmünster / Bayern

Hier geht es direkt zu den Bildern von Darki auf der Hundewiese

Samstag, 29. September:

Anreisetag und extrem anstrengend! Na ja, mehr für mich als für die Hunde. Die haben die lange Autofahrt mit Anstand und viel Geduld hinter sich gebracht. Ich hingegen habe am Steuer gesessen. Regen und gelegentliche Staus haben die Fahrt ziemlich in die Länge gezogen. Ob es sich lohnt, soweit zu fahren? Das muss ein tolles Hotel sein, um diesen Aufwand wettzumachen!

    

Der Start war wirklich nicht schlecht. Ich habe mich nur  kurz an der Reception gemeldet und dann erst eine kleine Runde mit meinen beiden gemacht. Dann ins Zimmer, im 1. Stock aber mit einer kleinen Wiese vor dem Fenster, schön eingezäunt, super! Da kann der Kleine einfach mal raus, wenn es eilt. Vor dem Nachtessen haben wir noch die Gegend und das Hotel etwas erkundet und erste Hundebegegnungen gemacht. Dann waren wir alle reif für einen gemütlichen Abend im Zimmer. Gute Nacht.

******

Sonntag, 30. September:

Gemütliches Frühstück mit einem leckeren Buffet, die Hunde am Tischbein festgebunden, den auch vier Doggen nicht so leicht wegziehen. Danach ein kleiner Spaziergang zum See. Auf dem Rückweg ein kleiner Umweg auf die Spielwiese, dort spielten schon vier Hunde. Svala beschnupperte die vier und dann gut. Darki mischte sich sofort mitten ins Rudel und raste mit den anderen rum. Leider machte er dabei einen doppelten Salto und ein Beagle über ihn drüber. Danach hinkte der Kleine rechts vorne, sch ... Nach einer kurzen Pause ging es wieder recht gut und im gemässigten Tempo zurück.

    

Den Nachmittag haben wir dann im Zimmer genossen, bzw. auf unserer kleinen Gartenterrasse. Mit einer warmen Jacke war das schon fast angenehm. Endlich mal Zeit, meine alte Hundebox und ein paar andere Sachen bei Riccardo einzustellen, dazwischen ein paar Clickerübungen mit Svala und Darki. Soweit alles im grünen Bereich

Dann kam das oberstressige Nachtessen. In der Zwischenzeit waren viele neue Gäste angereist für das Antijagd-Seminar. Der Esssaal war propenvoll mit Menschen und Hunden, die sich nicht kennen und trotzdem in Ruhe Seite an Seite in Ruhe liegen sollten (die Hunde). Neben uns ein eineinhalbjähriger grosser Labradormischling, der einfach seinen Po nicht auf den Boden brachte sondern alle rundum zum Spiele holen wollte. So eine Unruhe habe ich selten erlebt. Svala fand es grässlich und sie konnte auch keine Ruhe schaffen mit ihrem Bellen. Darki fand die Action toll, war aber leicht frustriert, weil er nicht mitmachen durfte und meldete dies mit ebenfalls mit Bellen. So ein angespanntes Essen habe ich selten erlebt! Zum Dessert sind wir dann in den Garten geflüchtet, aber meine beiden waren schon so auf 180, dass sie kaum mehr ruhig wurden.

Als glorreicher Abschluss des Tages hinkte Darki am Abend wieder ziemlich heftig. Darum mussten er und Svala beim Gästeempfang im Zimmer bleiben. Etwas spezielles im Hundehotel: da liegt immer eine aktuelle Gästeliste auf, mit allen Hunden, die sich zur Zeit im Hotel befinden. Ich habe uns drei mal für drei Anlässe eingetragen, aber ob das klappt, steht in den Sternen. Darki hinkt beim letzten Gassigang massiv - bis ein anderer Hund kommt, dann ist er nicht zu bremsen. Damit ist für Montag und Dienstag das Spazieren auf ein Minimum beschränkt und ich habe die schwierige Aufgabe, Darki beim Spielen zu bremsen.

******

Montag, 01. Oktober:

Heute ist Ausschlafen angesagt. Dank der kleine Wiese vor dem Zimmer kann Darki das Nötigste dort verrichten und dann legen wir uns bis um acht noch einmal ins Bett. Darki hinkt immer noch und darum gibt es nur einen ganz kleinen Versäuberungsspaziergang. Beim Frühstück geht es wieder etwas ruhiger zu. Der blonde Labirüde ist im Auto und damit ist es schon viel ruhiger. Die Seminarleute verziehen sich bald ins Training und wir können in Ruhe noch etwas plauschen. Den Rest des Morgens verbringen wir im Hotel und sind einfach faul.

    
Auf unserer kleinen «Hotelterrasse» ...


... und im Hotelzimmer

Den Nachmittag verbringen wir teilweise im Gartenrestaurant. Hier kann Darki Bekanntschaften machen, vom 12 Wochen alten Berner Sennenhund bis zum ausgewachsenen Irish Wolfhound. Es ist nur etwas schwierig, ihm begreiflich zu machen, dass er dabei sein Bein ruhig halten soll. Den Stress beim Nachtessen (italienisches Buffet) vermeiden wir damit, dass Svala und Darki im Zimmer bleiben. So kann ich einigermassen entspannt essen, und die beiden sind auch locker, als ich wieder zurückkomme.

Eigentlich war es heute ein entspannter Tag, und Darki hinkt heute Abend schon nicht mehr so wie am Morgen. Ich bin gespannt auf morgen früh.

******

Dienstag, 02. Oktober

Heute morgen scheint teilweise die Sonne. Wir drei spazieren gemütlich zum See und geniessen einen ruhigen Spaziergang. Dabei machen wir auch ein paar Fotos, allerdings rennt das kleinere der Models immer wieder aus dem Bild und es ist unheimlich schwierig, beide Hunde auf ein Bild zu bringen.

    

Na ja, ruhig ist der Spaziergang nicht ganz. Immer wieder begegnen uns Hunde/-gruppen aus dem Hotel. Darki und Svala sind unglaublich. Da kommt der grosse Irish Wolfhound, Darki zu ihm hin, während Svala sich damenhaft etwas ziert. Dann kommt ein Rudel mit 8 Border Collies und ähnliches, Darki mittendrein und Riesenfreude, Svala findet's etwas zu viel. Dann kommen die beiden Berner Sennenhund-Welpen und Darki stürzt sich voller Begeisterung drauf, Welpenspielstunde ist angesagt, Svala kümmert sich um wichtigeres. Nur eines bereitet dem Kleinen noch Mühe: an den anderen vorbei laufen. Das werden wir noch etwas üben müssen. Jetzt bin ich gespannt, wie sich dieser aufregende Morgen auf Darkis Humpeln auswirkt! Auf jeden Fall verlaufen die Begegnungen hier «im Freien» viel entspannter als auf der Spielwiese des Hotels.

    

     

Am Nachmittag schieben wir erst einmal eine ruhige Kugel um Darki etwa herunter zu fahren, bei all den Hunden im Hotel und der Action dringend nötig. Gegen Abend gehen wir dann noch einmal an den See, diesmal in die andere Richtung. Darkis Humpeln ist deutlich besser geworden, man merkt kaum mehr was. Unterdessen wird das Hotel immer voller, na ja, ich habe ja auch den «Tag der Deutschen Einheit» getroffen, 91 Hunde sind mittlerweile im Hotel. Um etwas Ruhe zu haben lasse ich die Hunde  zum Nachtessen im Zimmer. Aber irgendwie sind sie nicht müde genug, auf jeden Fall bellt Svala andauernd und so hole ich sie beide zum Dessert ins Restaurant. Danach höckle ich noch etwas auf meiner Terrasse. Darki schaffte es mit viel Geduld, der müden Svala ihren Kauknochen zu klauen, und so hat er zwei, die er bewachen muss.

******

Mittwoch, 03. Oktober

Heute haben wir das erste mal Programm. Um 10.00 h sind wir zum «Train the Brain» angemeldet. Svala kommt mit als Zuschauerin, Darki ist heute der Geforderte. Wir arbeiten an einer Art Brücke, wo man Teile rausnehmen und draufsetzen kann, um verschiedene Aufgaben zu lösen. Erst geht es einfach über die Brücke, dann kommen Hindernisse drauf, später verschwinden einzelne Teile der Brücke, so dass es aussieht wie ein Lattenrost. Als nächstes kommen die Hindernisse wieder drauf. Und ganz zum Schluss dürfen die erwachsenen Hunde noch über die Hängebrücke. Der unerschrockene Darki meistert seine Aufgaben mutig, wenn auch noch etwas ungeschickt und mit meiner Unterstützung. Am Schluss sind die Welpen (Darki und zwei Berner) müde und dösen eine Runde. Dafür darf Svala bei den schwierigeren Übungen einspringen und geht mit Gelassenheit ans Werk. Die sehr wackelige Seilbrücke nimmt sie mit Ruhe und ganz routiniert.

     
Darki auf dem Gerät bei der Arbeit


Svala meistert die Aufgaben immer noch ohne Probleme

    
Auch Podenca Pirri meistert die Aufgaben bestens.

Leider ist rundherum wieder viel Betrieb und Darki hat viel zu Bellen. Es dauert eine Weile bis er beim Mittagessen ruhig liegen und etwas dösen kann. Danach ziehen wir uns wieder etwas ins Zimmer zurück. Darki rennt in den Garten, klettert aufs Bett, dann unter das Bett, dann wieder in den Garten, wieder ins Schlafzimmer, wieder raus ... das geht fast eine halbe Stunde so. Svala ist schon so genervt, dass sie den Kleinen immer wieder heftig anknurrt. Endlich findet er etwas Ruhe fällt in Schlaf. Es ist wirklich so, Isländer brauchen viel mehr Ruhe als zum Beispiel die Berner, um nicht zu hektischen Kläffern zu mutieren. Wir werden nach unserer Rückkehr noch gezielter in diese Richtung arbeiten. So spannend diese Woche für Darki ist, in dieser Beziehung tut sie ihm nicht gut. Dafür hat er schon viel über Hunde-Begegnungen gelernt.

******

Donnerstag, 04. Oktober

Heute genehmigen wir uns einen gemütlichen Morgen, wir liegen lange im Bett. Darki ist zum Glück auch kein Frühaufsteher. Um sieben macht er - trotz offener Terrassentüre - keine Anstalten sein Körbchen wegen einem Bisi zu verlassen. Darum liegen wir alle gemütlich bis acht im Bett. Als wir schliesslich zum Morgenessen kommen, sind die "Antijagd-Kürsler" schon am Aufbrechen und es ist richtig ruhig im Frühstücksraum. Auf unserem Spaziergang am See trainieren wir wieder etwas mit der Hundepfeife. Und es klappt gar nicht schlecht. Darki läuft ohne Leine mit, ohne einen Hasen aus dem Gebüsch zu holen (die soll es massenhaft geben, aber wir haben keinen einzigen gesehen bisher).  Auf dem Rückweg machen wir einen Abstecher auf die Agilitywiese. Svala und Darki vergnügen sich dort mit dem geraden und dem gekrümmten Tunnel, Svala voran, Darki hinterher. Diese Dinger sind definitiv kein Problem für ihn.

    

Am Nachmittag haben wir uns bei Wolfgang angemeldet zum Abruftraining. Ich erhoffte mir ein paar Tipps, wie ich das mit der Hundepfeife richtig anpacken soll. Für den ersten Teil sind wir in der Hundehalle. Darki ist schon sehr müde und bellt viel, trotzdem lassen wir uns die Hinweise nicht entgehen. Auch im zweiten Teil auf der Wiese geben wir uns alle Mühe. Aber letzten Endes heisst es wie immer: daheim üben.

Beim Abendessen schaffen es die beiden dann nach zwei Abenden endlich mal, allein und ohne zu bellen (soviel ich weiss) im Zimmer zu bleiben. Müde sollten sie sein, Svala hatte heute auch eine grosse Portion Futter und ist damit satt - alles klar für zwei zufriedene Hunde. Beim zurückkommen ist auf jeden Fall Ruhe. Svala hat ihren Kauknochen schon fertig, während ich am Laptop sitze, döst sie in Darkis Korb, während Darki in Svalas Korb liegt und seinen Kauknochen fertig kaut. Dazwischen schleicht er sich an der Grossen vorbei zum Wassernapf und badet den Kauknochen im Wasser. Um ihn wieder rauszukriegen, taucht er seine Nase tief ins Wasser und gurgelt Bläschen ins Wasser. Nach dieser Übung muss ich erst mal den Boden aufwischen! Nach diesem Tag bin auch ich müde. Leider hat es unterdessen begonnen, zu regnen.

******

Freitag, 05. Oktober:

Wider Erwarten scheint heute morgen die Sonne und ein letzter gemütlicher Spaziergang an den See steht auf dem Programm. Dazwischen üben wir noch etwas Abrufen. Leider habe ich beim letzten Pfiff nicht beachtet, dass andere Hunde in der Nähe sind und habe zu spät abgebrochen - Darki war weg und hat sich ohne mich vergnügt. Das sollte definitiv nicht sein. Darum zum Schluss noch ein paar einfachere Übungen, um positiv zu schliessen. Auf dem Heimweg schleppt Darki noch etwas Brennholz mit.

Vor dem Zmittag sind beide so müde, dass die während dem Essen im Zimmer schlafen. Heute ist es irgendwie so ruhig hier, von 91 Hunden sind nur noch 68 hier. Am Nachmittag haben wir (Svala ist heute dran) uns bei Wolfgang zur Nasenarbeit angemeldet, müssen dann aber abbrechen, weil Darki so völlig aus dem Häuschen ist und sich kaum mehr einkriegt. Wir gehen auf eine abgelegene Wiese, wo beide in der Wiese und im Holzstapel noch den Rest der Gudelis suchen dürfen. Jetzt kommt Darki langsam runter und so können wir noch einen Abstecher zum Pool machen. Das hellblaue Becken ist Beiden nicht ganz geheuer.

Irgendwie sind wir alle langsam etwas ferienmüde. Die Hunde sind diese Woche genug gelaufen, Darki hat gelernt Lift zu fahren und beide liegen schon wieder müde rum und knabbern an ihren Kauknochen. Morgen werden sie sicher den ganzen Weg im Auto schlafen. Ausserdem sind die netten Leute heute abgereist, nur noch die nervigen sind hier. Also ist es morgen der richtige Zeitpunkt zum Heimfahren. Wenn das Wetter gut ist, machen wir noch einen kleinen Zwischenhalt am Bodensee oder am Rheinfall. Mal schauen ...

     

******

Samstag, 06. Oktober:

Obwohl das Wetter wunderschön ist, fahren wir direkt - mit nur einem Zwischenhalt - nach Hause. Meine beiden schlafen gesegnet in ihren Abteilen und die Zeit vergeht wie im Flug.
Daheim warten die Meerschweinchen und ein Stall, der gemistet werden muss ...


Und hier noch ein paar Fotos von Darki und Svala auf der Spielwiese
Svala hat sich übrigens dezent im Hintergrund gehalten und die Jungen machen lassen. Darki hingegen hat vor allem das Rennen mit Pirri sehr genossen!
(Fotos von Sabine, herzlichen Dank!)

         

         

         

         

         

nach oben     Startseite   Ferien u. Reisen