Mantrailing-Seminar bei Moondance 03./04. Dezember 2011

Zwei Trainingstage, organisiert von Moondance, unter der Leitung von Gabi Schulthess und Andreas Mettler von Swiss Trailing Dogs STD

Samstag, 03. Dezember: Es ist 18.30 Uhr und ich höckle in meinem Sessel mit müden Beinen, neben mir eine entspannt schnarchende Svala. Wie wir das hingekriegt haben? Einen Tag Mantrailing-Seminar mit Gabi und Andi, das reicht! Am Morgen sah das ganze ja noch ganz entspannt aus. Zuerst etwas Theorie zu den Themen «Wie verpacke ich die Duftstoffe fachgerecht und optimal für den Hund» und «das richtige Trailgeschirr» - unseres würgt beim Suchen, also leiht mir Gabi eines. Dann geht es auf die ersten Trails. Ich höckle ziemlich lang im Wald und Svala wartet im Auto. Bevor wir dran kommen ist es auch schon wieder eins und damit höchste Zeit zum Essen. Dafür sind wir dann am Nachmittag die ersten. Mit dem perfekten Geschirr und einer etwas nervösen Hundeführerin hinten an der Leine arbeitet Svala in Ruhe den ersten Trail aus und findet die unter der Militärplache verschwundenen Suchperson ohne grosse Probleme. Wer denkt danach ist Pause für Hund und Führer hat nur zur Hälfte recht. Svala kann sich im Auto erholen, wir Zweibeiner laufen bei jedem Suchgespann hinterher und beobachten genau was passiert. Danach gibt es jeweils einen Gedankenaustausch und Tipps vom Profi. So sind wir den ganzen Tag unterwegs. Schliesslich gibt es für Svala und mich noch die verpasste Runde vom Morgen. Andi lässt es sich nicht lumpen und lässt sich für uns was Besonderes einfallen. Zuerst geht es über einen kleinen Waldweg. Svala kürzt ab und zieht mich quer durch das Unterholz. Dann stehen wir auf einer Wiese und Svala ist erst einmal ratlos. Für mich wirkt es etwas planlos, wie sie rund um mich herum schnuppert. Ist es aber nicht, nach ein paar Minuten findet sie die Fortsetzung der Spur am Waldrand und zieht weiter bis zu einem Hochsitz, wo sich unsere Suchperson versteckt hat. Nach einigen kleinen Runden um den Hochsitz entdeckt sie die Person und bellt empört nach oben. Stolz kehren wir zum Auto zurück. Schon bald wird es dunkel und der erste Trainingstag geht damit zu Ende.

  

Und noch etwas haben wir heute gelernt: Am Abgang den Hund etwas umschauen und rumschnuppern lassen, bevor es mit der Arbeit losgeht. So hat Svala den Start viel besser geschafft und wusste gleich, in welche Richtung es geht.

Samstag, 04. Dezember: Und gleich noch ein anstrengender Tag! Am Morgen zuerst wieder etwas Theorie zum Thema «Der saubere Abgang, wie mache ich, dass zwei Hände reichen». Beim grossen Trail danach wird das gleich geprobt, und ausserdem das Trailen bei heftigem Wind. Das war bisher immer mein Schreckgespenst, heute haben wir erfahren, dass und wie es trotzdem geht. Für Svala war es harte Arbeit, besonders weil der zu Suchende auf einer Metalltreppe sass und seine Geruchspartikel im weiten Umkreis verwindet wurden. Am Nachmittag dann das Line-Up. Bei der Version nebeneinander machte Svala es gut, bei der hintereinander aufgestellten Linie machte sie es nach Svala-Manier: Sicherheitshalber mal bei jedem probieren, damit man nichts verpasst. Was soll man da noch sagen?! Auf jeden Fall haben wir heute wieder viel gelernt und schliessen den Tag müde und zufrieden.

Sobald wir sie haben, kommen noch ein paar andere  Bilder dazu von weiteren TeilnehmerInnen. Also bald noch einmal hier schauen!

nach oben   Kurse