Seminar «Mein Hund jagt!» - www.herrchen.ch , 25./26. Juli 2015

mit Andrea Schweizer und Sue Herr

Nein, der Isländer jagt nicht, wenn man mit ihm was macht! Sie rennen einfach nur allem nach, was sich bewegt ... Grund genug, den 2. Preis von der Hundemesse in dieses Seminar zu investieren. Zugegeben, auch jetzt rennt Darki noch nach Leibeskräften. Aber wir haben jetzt einen Ansatz, wie wir (ich) damit leben können

 

 

Samstag, 25. Juli:

Morgen: die Theorie des Jagdverhaltens als Thema, die verschiedenen Sequenzen der Jagd (Orten - fixieren - hetzen ... bis zum Auffressen), die verschiedenen Hundegruppen und ihr Jagdverhalten. Was bleibt: Darki zeigt typische Hüte- und Treibhundeigenschaften. Seine Schwerpunkte sind eindeutig die ersten drei in der Kette: Orten, fixieren und hetzen.
Für Darki heisst es am  Morgen: in Svalas Schlafbox den Morgen möglichst entspannt und ruhig über die Bühne zu bringen, ab und zu ein kleiner Kauknochen erleichtern ihm diese extrem schwierige Aufgabe, er ist ja nicht der einzige Hund im Raum, gleich hinter ihm sind zwei grosse Doggen. Die Box gibt ihm aber die nötige Ruhe und Sicherheit. Es bleibt erstaunlich ruhig.

Um das Jagdverhalten möglichst früh zu unterbrechen gibt es am Nachmittag verschiedene Übungen. Darki und ich arbeiten mit der Schleppleine am Thema «Unterbrechen von Orten und Fixieren». Da keine Rehe zur Verfügung stehen schafft Andrea mit einem Stück Trockenfisch die nötige Ablenkung. Dem nach seiner Colitits (Darmentzündung mit Durchfall, und darum Diät) noch immer etwas ausgehungerten Darki fällt es unheimlich schwer, sich vom Fisch ab und mir zuzuwenden.  Nach einer relativ kurzen aber intensiven Arbeitssequenz ist Darki k.o. - und ich am Ende des Nachmittages auch. Soviel Zuschauen und -hören ist nicht ohne.

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Sonntag, 26. Juli:

Morgen: Noch einmal Theorie. Jetzt geht es darum, eine Analyse seines Hundes zu machen, diese dient am Schluss dazu, das Vorgehen bei der «Therapierung» festzulegen.
Punkt 1:  Welche Sequenzen des Jagdverhaltens zeigt mein Hund (sortieren nach Wichtigkeit)?
Punkt 2: Umwelt - wo fällt es dem Hund leicht zu arbeiten, wo ist es extrem schwierig?
Punkt 3: Belohnung -  was ist beliebter, was weniger?
Aus diesen drei Punkten kann nun einen individuelle Vorgehensweise erarbeitet werden.
Wieder heisst es für Darki warten. Aufgelockert wird dies durch eine für ihn ganz tolle Aufgabe. Im direkten Vergleich von verschiedenen Futterbelohnungen gilt es, eine Reihenfolge der beliebtesten Gudis festzulegen. Darki darf also wählen und probieren.

Bei Darkis Thema, dem Hetzen, gibt es nur wenige Möglichkeiten, direkt einzuwirken (ausser an der Schleppleine festhalten). Andrea schlägt vor, bei ihm an der Impulskontrolle zu arbeiten. Sie zeigt mir am Nachmittag zwei Übungen, eine mit der Reizangel und die andere beim Werfen eines Apportiergegenstandes. Heute zeigt sich Darki als Streber und macht seinen Teil wirklich gut. Ich bin stolz auf ihn.

Wir gehen nach Hause mit vielen guten Vorsätzen und Ideen. Mal schauen, was im Alltag bestehen kann.

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