Cleo auf dem Weg über die Regenbogenbrücke

Als ich Cleo das erste Mal sah, lag sie in einem Handwaschbecken, dort fühlte sie sich sicher und liess sich gründlich streicheln. Sie war von Spanien gekommen, wo sie auf der Strasse gefunden worden war. Zusammen mit Mara zog sie bei uns ein.
Sie blieb immer zurückhaltend. Bei Fremden verschwand sie sofort unter dem Bett und blieb auch dort bis wir wieder alleine waren. Auch bei uns blieb sie immer vorsichtig. Aber wenn man sich hinsetzte, war sie schnell da und liess sich dann endlos beschmusen, konnte es auch heftig einfordern. Die Hunde - eigene und Gäste - wusste sie unter Kontrolle zu halten, auch Flossy getraute sich nicht an sie ran.
Cleo hat die Jahre bei uns genossen. Sie verliess das Haus nur, wenn es wirklich nötig war, wenn das Wetter richtig spanisch war oder wenn sie uns draussen Gesellschaft leisten konnte. Sonst blieb sie lieber in ihrem sicheren Daheim. Sie erzwang sich sogar ein eigenes Katzenklo im Haus.

Seit ein paar Wochen hat Cleo langsam an Gewicht verloren. Alle Tests waren unauffällig, und so war am Montag, 15. Mai ein Ultraschall fällig. Resultat: Krebs im Bauchraum. Mit diesem Untersuch haben wir wohl die Zeitbombe gezündet: Cleos Zustand verschlechterte sich von Stunde zu Stunde und schon am Dienstag Abend musste ich sie den Weg über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Ich hatte gehofft, sie noch etwas verwöhnen zu können, es blieb dazu gerade nur ein Tag.

Gute Reise, Cleo, und danke für all die schönen Jahre, die vielen Schmusestunden und die stille Geduld, die ich von dir gelernt habe. Wir sehen uns wieder.

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