Mittwoch, 25. Februar 2015: Am Morgen erbricht Svala das ganze Zmorgen inkl. Medikamente. Den ganzen Tag ist sie matt und frisst kaum was.

Donnerstag, 26. Februar 2015: Svala frisst ganz schlecht und schläft fast nur. Um auf Nummer sicher zu gehen wird ein Termin beim Tierarzt am Freitag abgemacht. Am Nachmittag scheint die Sonne frühlingshaft und beim Schnüffelparcours im Garten wird Svala wieder richtig munter.

Freitag, 27. Februar: Svala hat sich wieder aufgerappelt. Sie frisst wieder, allerdings leider nur das was sie nicht sollte, das Diätfutter lässt sie stehen. In der Tierarztpraxis zeigt sie sich von der besten Seite und lässt sich Blut abzapfen ohne gross zu murren. Die Auswertung ist allerdings nicht gut. Viel zu viel Kreatinin (Harnstoff) und Phosphor, was zusammen mit den anderen Symptomen ein klarer Hinweis ist, dass  die Nieren schlecht arbeiten. Die neue Diät: viel Teigwaren und Kartoffeln und zur Belohnung Brotwürfeli.

Samstag, 28. Februar: Die neue Diät schmeckt Svala, sie isst jetzt wenigstens wieder ein bisschen was. Beim Misten am Morgen fordert sie dann ihren üblichen Garten-Snack - leider nicht sehr gesund für sie, der Kaustengel, aber ohne würde Svala keine Ruhe geben. Und was soll's, Hauptsache sie kann's geniessen.

Der Spaziergang am Nachmittag wird dann eher kurz, zu schnell ist sie völlig ausser Puste, trotzdem reicht es für ein paar kleine Abstecher ins Unterholz. Die zweite Hälfte des Spazierganges verschläft Svala im Auto.

01. und 02. März: Svala wirkt wie immer munter, man merkt ihr aber deutlich an, dass es ihr nicht gut geht. Sie schläft extrem tief und wenn sie wach ist, ist sie sehr unruhig. Sie isst nur noch die leckersten Sachen und wird dementsprechend verwöhnt. Nach kurzer Zeit bricht sie aber ab und lässt immer grössere Reste stehen

Dienstag, 03. März: der Tag beginnt ganz schlecht, ich kann Svala kaum wecken und dann fällt sie noch beinahe die Treppe runter. Das Essen stellt sie ganz ein, obwohl sie offensichtlich Hunger hat, ab und zu gelingt es mir, ihr ein Gudeli in den Mund zu schmuggeln dass sie dann fast aus Versehen schluckt. Man spürt ihr jetzt deutlich an, dass sie leidet. Bei dem schönen Wetter machen wir einen letzten gemeinsamen Spaziergang, nur Svala und ich. Wir geniessen die Sonnenstrahlen an unserem gemeinsamen Lieblingsplatz an der Reuss. Ab und zu gelingt Svala ihr noch ein Hüpfer, aber schon bald stolpert sie über ihre eigenen Beine. Ständig steht sie am Wasser und trinkt die Reuss leer. Dann lassen wir uns noch etwas die Sonne auf den Pelz scheinen.

Dann heisst es Abschied nehmen. Um Svala weitere Schmerzen durch die Vergiftung zu ersparen, darf sie am Nachmittag an meiner Seite auf ihrer Lieblingsdecke einschlafen, die Nase dort, wo sie sie ein Leben lang am liebsten hatte: in meiner Gudelitasche.
Svala, du hast mich fast 15 Jahre durch mein Leben begleitet, du hast mich herausgefordert, unterhalten, getröstet, ganz viel gelehrt ... und geliebt. Dafür werde ich dich immer in meinem Herzen tragen. Du warst für mich etwas ganz besonderes - meine «Queen Svala» . Danke!